Aktuelles

Analyse zu Anti-Gender-Bewegung in Europa

Im Rahmen eines Newsletters hat die Beobachtungsstelle für gesellschaftspolitische Entwicklungen in Europa eine aktuelle Analyse der Anti-Gender-Bewegung in Europa veröffentlicht: "No to Gender - Yes to what exactly? Einblicke in die europäische Anti-Gender-Bewegung". Darin werden neben den thematischen Grundlagen zu den Akteuren und geführten Diskursen, Einblicke in Finanzierungsstrukturen, Gegenstrategien zu transfeindlichen Angriffen und zu geschlechtsspezifischem Hass im Internet gegeben.

Die Beobachtungsstelle analysiert gesellschaftspolitische Entwicklungen mit dem Fokus auf Europa und stellt mögliche Auswirkungen für Deutschland heraus. Das Ziel liegt dabei in der Informierung sowie Vernetzung europaweiter Akteure.

Die Veröffentlichung bietet einen guten Überblick über die Entstehung der Bewegung sowie deren Argumentationslinien. Darüber hinaus werden differenzierte Informationen zu einzelnen europäischen Ländern herausgestellt, um die länderspezifischen Entwicklungen darzustellen. Die Berichte zu Angriffen und Hetze im Netz bieten persönliche Einblicke und zeigen potenzielle Handlungs- und Gegenstrategien auf. 

Der Newsletter steht hier zum Nachlesen zur Verfügung. 

Studie zu "Parteikulturen und die politische Teilhabe von Frauen"

Unter dem Titel "Parteikulturen und die politische Teilhabe von Frauen" wurde von der EAF (Europäische Akademie für Frauen in Politik und Wirtschaft Berlin) eine empirische Studie mit Vertreter*inne aus Bund, Ländern und Kommunen durchgeführt. 

Insgesamt wurden über 800 Amts- oder Mandatsträger*innen der im Bundestag vertretenen Parteien befragt und 34 qualitative Interviews mit Politiker*innen geführt. Die Fragestellungen der Studie bezogen sich auf das Erleben von Chancengerechtigkeit innerhalb der eigenen Partei, eigenen Ideen oder Verbesserungsvorschlägen zur Förderung von Geschlechtergerechtigkeit sowie potenziellen eigenen Erfahrungen von Sexismus im politischen Alltag. Für den deutschsprachigen Raum wurde im Rahmen der Studie erstmals sexuelle Belästigung von Politikerinnen empirisch erfasst. Neben einem kritischen Blick auf die aktuelle Situation zielte die Studie auf das Herausarbeiten konkreter Gegenmaßnahmen. 

Die Studienergebnisse ermöglichen einen differenzierten Blick hinsichtlich der politischen Parteien, der politischen Ebene (Bund-Land-Kommune) sowie der Wahrnehmungen zwischen Männern und Frauen. 

Die gesamte Studie steht hier zum Nachlesen zur Verfügung. 

Studie zu Diversity in deutschen Fernsehnachrichten

Eine Studie der neuen deutschen Medienmacher*innen analysierte im Zeitraum vom 01. August bis 30. September die Abendnachrichten von ARD, ZDF und RTL. Dabei lag der Fokus auf der Frage, ob die Vielfalt der Gesellschaft auch in den täglichen Medien abgebildet und repräsentiert wird. Der gewählte Zeitraum im Bundestags-Wahlkampf begründete sich in der zentralen Diskussionsphase politischer Themen, für die eine vielfältige Betrachtungsweise zentral ist.

Die Ergebnisse zeigen eine deutliche Unterrepräsentation von migrantisch wahrgenommenen Personen (10%). Auch Frauen sind mit 35% deutlich unterrepräsentiert, nicht-binärgeschlechtliche Menschen sind nicht erkennbar. Menschen mit Behinderung (0,7%) sowie religiöse Menschen (<0,5%) konnten in den analysierten Sendungen kaum wahrgenommen werden. Die Ergebnisse variieren nach Sender und Rolle der Personen (Moderator*in, Expert*in, Reporter*in, etc.). Innerhalb des Berichts wird die große Bedeutung der Sichtbarkeit von gesellschaftlicher Diversität abschließend betont. 

Der gesamte Studienbericht inklusive aller Ergebnisse und des Forschungsdesigns etc., ist hier zu finden.  

 

Bundesweite Frauenhaus-Suche

Die Zentrale Informationsstelle Autonomer Frauenhäuser (ZIF) hat eine Webseite mit einer bundesweite Übersicht zur Suche von Frauenhausplätzen und Schutzwohnungen veröffentlicht. Dadurch ist es erstmals möglich, innerhalb von ganz Deutschland nach Anlaufstellen zu suchen und die Kontaktmöglichkeiten direkt einzusehen. 

Die Kapazitäten werden tagesaktuell angezeigt und bieten damit einen niedrigschwelligen, direkten Zugang für von Gewalt betroffenen Frauen oder Dritten, die betroffene Personen bei der Suche unterstützen. Die Suchmaske ermöglicht darüber hinaus einige Filterfunktionen nach Bundesländern, Orten, vertretenen Sprachen der Mitarbeitenden, Barrierefreiheit und der Aufnahmekapazität hinsichtlich der Anzahl der Kinder. Dadurch ist eine individuelle und den Bedarfen entsprechende Suche möglich. 

Die Webseite bietet darüber hinaus allgemeine Informationen zu Frauenhäusern und Schutzwohnungen sowie praktische Hinweise zum Ablauf bei der Aufnahme in einem Frauenhaus und detaillierten Informationen zur Barrierefreiheit. Aktuell ist die Webseite in deutscher, englischer und leichter Sprache verfügbar: www.frauenhaus-suche.de 

Mentoring für kommunale Gleichstellungsbeauftragte

Im Februar 2022 beginnt der fünfte Durchlauf des erfolgreichen Mentoring-Projekts der LAG NRW.

Im Rahmen des Mentorings erhalten dienstjunge Frauen-/Gleichstellungsbeauftragte ein Jahr lang eine regelmäßige Beratung und Begleitung durch eine erfahrene (ehemalige) Kollegin. Das Mentoring-Programm hilft dabei, passgenaue Strategien zu entwickeln und professionelle Entscheidungen zu treffen. Erfahrene Kolleginnen haben dabei die Chance, ihr Erfahrungswissen an die nächste Generation weiterzugeben und so eine nachhaltige Gleichstellungsarbeit in NRW zu gewährleisten.

Der Flyer für das Mentoring-Programm, inkl. einer ausführlicheren Beschreibung und der Termine, ist hier zu finden. Die Anmeldung ist noch bis zum 17.12.21 möglich.

Girls' Day 2022

Der Girls' Day bietet jungen Mädchen jedes Jahr die Möglichkeit, Einblicke in Berufe zu erhalten, in denen ein Frauenanteil von unter 40% vorliegt. So können Mädchen ab der 5. Schuklasse für einen Tag in verschiedenen Berufsfelder Einblicke erhalten und neue Dinge ausprobieren, um so einen vielfältigeren Blick von beruflichen Möglichkeiten zu vermitteln. Es werden Hospitationen im Berufsalltag, themenrelavante Workshops sowie digitale Formate angeboten. 

Für Unternehmen, Organisationen, Hochschulen und Betriebe besteht die Möglichkeit, sich online zu registrieren um die Teilnahme und das Angebot so für interessierte Mädchen, vermittelnde Lehrkräfte oder Elternteile einsehbar zu machen. Die Anmeldung dazu ist hier möglich.

Der Girls' Day findet am 28. April 2022 statt. Weitere Informationen sowie Materialien und Kontaktstellen, sind hier zu finden. 

Fachinformation zu Digitaler Gewalt

Der Verein Frauenhauskoordinierung e.V., der mehrere Träger von Frauenhäusern und Frauenberatungsstellen in Deutschland vereint, hat eine Fachinformation zum Thema Digitale Gewalt veröffentlicht. 

Die Publikation liefert anhand verschiedener Formate - Fachlichen Informationen, Interviews, Praxiseinblicken - einen Überblick zu der aktuellen Lage und den Herausforderungen und Problematiken. Durch die verschiedenen Perspektiven aus den Beratungsstellen, aus der Polizei oder aus dem juristischen Bereich, werden vielfältige Zugänge aufgezeigt und gemeinsame Herangehensweisen herausgestellt. 

Das aktuelle Lagebild zu Digitaler Gewalt kennzeichnet sich durch langwierige Ermittlungen, Einstellungen von Verfahren sowie fehlendem Verständnis und Wissen hinsichtlich der Problematik. Die Publikation widmet sich daran anknüpfend der Fragestellung: "Wie kann man einem solchen Lagebild begegnen und Betroffene digitaler Gewalt im Kontext von Partnerschaftsgewalt effektiver unterstützen?"

Die Fachinformation ist hier zu finden. 

Internationaler Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen 25.11.

Anlässlich des heutigen internationalen Tages zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen machen Organisationen, Verbände und Privatpersonen weltweit auf die Thematik und dessen bestehende Relevanz aufmerksam. 

Seit Beginn der Corona-Pandemie haben viele Fachverbände und Beratungsstellen verstärkt auf die Auswirkungen für von Gewalt bedrohten und betroffenen Frauen und Mädchen aufmerksam gemacht und einen Anstieg der Betroffenenzahlen prognostiziert. Die statistischen Erfassungen bestätigen den Anstieg der Gewalthandlungen und verdeutlichen damit die Dringlichkeit der Thematik. Laut der BKA-Statistik  ist im vergangenen Jahr die Zahl der angezeigten Fälle von Partnerschaftsgewalt um 4,9 Prozent gestiegen. Die BKA-Daten zeigen, dass nach wie vor Frauen überwiegend von Partnerschaftsgewalt betroffen sind.

Der heutige Tag sollte verstärkt genutzt werden, um sich gegen Gewalt an Frauen und Mädchen zu positionieren, die Öffentlichkeit für das Thema zu sensibilisieren sowie auf Hilfs- und Unterstützungsangebote für Betroffene aufmerksam zu machen.

Auch in vielen Städten in Nordrhein-Westfalen finden Kundgebungen, Ausstellungen und Diskussionsrunden statt, um die Thematik für die Öffentlichkeit sichtbarer zu machen. Eine vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung (MHKBG) des Landes NRW initiierte Landesaktionswoche, vereint eine Vielzahl von Akteuren, die sich vom 22. – 27.11.2021 im Rahmen von Veranstaltungen und Aktionen zu dem Thema engagieren. Eine Übersicht der Teilnehmenden sowie weiterführende Informationen sind hier zu finden.

Vierter Bericht Antidiskriminierungsstelle und Beauftragte der Bundesregierung

In einem vierten gemeinsamen Bericht wenden sich die Antidiskriminierungsstelle des Bundes und die Beauftragten der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung und für Migration, Flüchtlinge und Integration mit einem aktuellen Lagebericht und konkreten Handlungsempfehlungen an die Bundesregierung. Der Berichtszeitraum bezieht sich auf die vergangenen vier Jahre, vom 01.01.2017 bis 31.12.2020 und befasst sich neben den eingegangenen Beratungsanfragen mit Berichten aus anderen, zivilgesellschaftlichen Beratungsstellen, mit relevanten Rechtsprechungen und der Analyse von Studienergebnissen. 

Gemeinsam werden drei konkrete Empfehlungen herausgestellt:
1. Der Ausbau landesweiter Anlaufstellen, auch die Einrichtung von Landesantidiskriminierungsstellen, um den Zugang für Betroffene sicherzustellen.
2. Die Förderung des Ausbaus alternativer Streitbeilegungsverfahren bei Diskriminierungsfällen.
3. Die Sichtbarmachung von Diskriminierungsthemen durch große, repräsentative und wiederholende Datenerhebungsverfahren

Darüber hinaus wird ein Überblick über das Beratungsaufkommen in der Antidiskriminierungsstelle gegeben und Diskriminierungserfahrungen aus einzelnen Lebensbereichen nochmal gesondert betrachtet. 

Der gesamte Bericht sowie eine Kurzfassung, lassen sich hier nachlesen. 

Publikation Antifeminismus auf dem Weg durch die Institutionen

Das Gunda Werner Institut der Heinrich-Böll-Stiftung hat im Oktober eine Publikation mit dem Titel "Antifeminismus auf dem Weg durch die Institutionen - Strategien und maskulistische Netzwerke" veröffentlicht. 

Die Autorinnen und Autoren beschäftigen sich mit antifeministischen Bewegungen und deren Inhalten und Strategien im öffentlichen Diskurs. Besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Identifizierung und Einordnung eben solcher Gruppierungen sowie der Vernetzung untereinander. Dafür werden in der Publikation Leitfragen und Kriterien herausgearbeitet, anhand derer eine Einschätzung ermöglicht werden soll. Diese sollen auch für die Einordnung hinsichtlich der staatlichen Förderung von Organisationen, Projekten, etc. anwendbar sein und den Entscheidungsprozess begleiten. 

Die Handreichung lässt sich hier nachlesen. 

 

Fachtag "§218 StGB gestern - heute - morgen"

...unter diesem Motto fand am 5. November 2021 im Dortmunder U ein Fachtag anlässlich des 150-jährigen Bestehens des §218 im StGB statt. Die Veranstaltung entstand in Kooperation der LAG kommunaler Gleichstellungsstellen/Frauenbüros NRW mit verdi NRW, dem FrauenRat NRW und UN Women, und mit der Unterstützung der Stadt Dortmund sowie der Stadt Witten.

In ihrem Vortrag über die Geschichte der Kriminalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen bezeichnete die Referentin Derya Binışık (Gunda-Werner-Institut der Heinrich-Böll-Stiftung) den §218 als "ein gewaltvolles Instrument des Machterhalts", das eine echte Gleichberechtigung verhindert. Anschließend betonte Mine Kutlu-Petersen (Leitung pro familia Düsseldorf) in ihrem Vortrag über "das Recht der Frau auf selbstbestimmte Entscheidung heute", dass der §218 die "Gesundheit von ungewollt Schwangeren in Deutschland" gefährdet, "einer angemessenen Gesundheitsversorgung im Wege" steht und "die Gleichberechtigung der Geschlechter und die Selbstbestimmung gebärfähiger Menschen" verhindert.

Beim anschließenden Podiumsgespräch berichteten zudem Adriana Beran (Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung) und Dr. Eva Waldschütz (Frauenärztin und Frauenrechtlerin) von praktischen Erfahrungen mit dem §218.

Die Veranstaltung wurde live über Youtube übertragen und ist weiterhin unter diesem Link zu sehen.

Leitbild Berichterstattungsstelle zu geschlechtsspezifischer Gewalt

Im Rahmen eines vom BMFSFJ geförderten Projektes, erarbeitet das Deutsche Institut für Menschenrechte ein Konzept für eine bzw. zwei neue Berichterstattungsstellen. 

Auf der Grundlage von Gesprächen mit verschiedenen Akteuren in den Themenbereichen wurde eine Empfehlung für zwei voneinader getrennten Berichtstellen ausgesprochen. Begründet ist dies vorallem in den thematischen und strukturellen Unterschieden der Bereiche Menschenhandel und geschlechtsspezifische Gewalt. Die dazugehörigen Leitbilder wurden im Oktober veröffentlicht. 

Die Berichterstattungsstelle zu geschlechtsspezifischer Gewalt soll auf der Grundlage der 2018 in Deutschland in Kraft getretenen Istanbul-Konvention agieren. Zentrale Aufgabe soll dabei die Beobachtung und Einschätzung der Umsetzung eben dieser Konvention sein. Die politischen und gesetzlichen Maßnahmen zur Bekämpfung geschlechtsspezifischer Gewalt sollen bewertet werden und potenzielle Lücken identifiziert werden. 

Weitere Informationen zu dem erarbeiteten Leitbild einer solchen Berichterstattungsstelle finden sich hier

Online Barcamp Gender NRW 2021

Die Friedrich-Ebert-Stiftung veranstaltet zusammen mit dem Gender-Netzwerk NRW ein digitales Barcamp Gender NRW zu den Themen Feminismus, Geschlechtergerechtigkeit und der Frage nach neuen Visionen für eine offene und vielfältige Gesellschaft. Besonderer Fokus soll dabei auf den eingetretenen Veränderungen und Einschränkungen durch die Corona-Pandemie, aber auch den dadurch entstandenen Möglichkeiten und Potenzialen, liegen.

Neben einem inhaltlichen Input wird die Möglichkeit zum gemeinsamen Austauschen, Diskutieren und Vernetzen gegeben.

Das Barcamp findet online am Samstag, den 13. November, von 10:00 bis 15:00 Uhr statt.
Weitere Informationen sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden sich hier.

 

Sammlung zu „Guter Praxis gegen sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz“

Über den Zeitraum von September 2020 bis März 2021 wurden im Auftrag der Antidiskriminierungsstelle des Bundes Projekte ausgewählt, die gute und praxisbewährte Maßnahmen gegen sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz beinhalten.

In der Sammlung der Antidiskriminierungsstelle des Bundes wurden 25 Beispiele aus verschiedenen Organisationsformen zusammengestellt: aus privaten Unternehmen, aus gemeinnützigen Organisationen und dem öffentlichen Dienst. Die Sammlung soll dazu beitragen, dass mehr Organisationen aktiv werden und dafür bereits eine Auswahl an möglichen Maßnahmen zur Verfügung steht. Die Beispiele sind angepasst an Betriebsgrößen und -formen und lassen sich nach Arbeitgebertyp und Branche differenzieren.

Die Praxisbeispiele sowie darüber hinausgehende Informationen finden sich hier

„Zu langsam geht es mit der Gleichstellung in Deutschland voran“, sagt das BBSR

Die Gleichstellung von Frauen und Männern komme in Deutschland „langsam voran, zu langsam“, heißt es in der von der Bundeszentrale für politische Bildung herausgegebenen Wochenzeitung „Das Parlament“ (32-33/2021). Der Bericht („Gleichstellung im Schneckentempo“) stützt sich auf Daten und Fakten des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) in Bonn, das alle zwei Jahre den „Gender Index“ erarbeite, der über den aktuellen Stand der Gleichstellung in den 401 deutschen Stadt- und Landkreisen berichte. Der Index umfasse die Bereiche „Arbeit“, „Wissen“, „Einkommen“, „Zeitverwendung“, „Einflussnahme“ und „Gesundheit“. Eine Interaktive Karte auf der Web-Seite des BBSR informiere über die Ergebnisse. So führe das geringere Gleichstellungs-Level auf dem Land z.B. dazu, „dass besonders in der Gruppe der 20-40-Jährigen weniger Frauen als Männer auf dem Land lebten. Wörtlich: „Schlechtere Berufsaussichten und die eher traditionellen Vorstellungen seien zwei Beweggründe für viele Frauen, vom Land in die Stadt zu ziehen.“

Quelle: frauenpolitischer dienst (fdp) 01.09.2021

Wahltraut - Wahlberaterin für einen gleichberechtigten Bundestag

WAHLTRAUT ist ein Projekt der Initiative #stattblumen. Mit dem neuen Tool können interessierte Wähler*innen überprüfen, wie sehr sie bei Fragen der Gleichstellung, bei Rechten von LGBTQIA+, Anti-Rassismus und Inklusion mit den Positionen der verschiedenen Parteien übereinstimmen. Dazu haben die Parteien 32 Fragen beantwortet. Genau wie beim Wahl-O-Mat können mit WAHLTRAUT Wähler*innen zu verschiedenen Thesen Position beziehen um die eigene Einstellung mit der der unterschiedlichen Parteien zu vergleichen.

Hier geht es zu WAHLTRAUT.

Handreichung des Deutschen Städtetages zur „Umsetzung der Istanbul-Konvention für die kommunale Praxis“

Mit der Ratifizierung der Istanbul-Konvention („Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häusliche Gewalt“) durch Deutschland wird Gewalt gegen Frauen als gesellschaftliches Problem anerkannt und der Staat zum Schutz vor allen Formen geschlechtsspezifischer Gewalt verpflichtet.

Der Deutsche Städtetag stellt in der veröffentlichten Handreichung Best-Practice-Beispiele aus den Mitgliedstädten zusammen und erschließt daran anknüpfend einen Leitfaden. Anerkannt werden die bisherigen zahlreichen Maßnahmen in den Städten aber auch der bestehende Bedarf an weiteren, effektiven Projekten, besonders in Anbetracht der Entwicklungen geschlechtsspezifischer Gewalt unter den Pandemiebedingungen.

Hier ist die Handreichung zu finden.

Studie zur Berichterstattung von Gewalt gegen Frauen

Angesichts der Tatsache, dass Berichte über Gewalt gegen Frauen den gesellschaftlichen Umgang mit der Problematik beeinflussen, wurde für das aktuelle Arbeitspapier der Otto Brenner Stiftung (OBS-Arbeitspapier 47), eine detaillierte Analyse von der Studienautorin Christine E. Meltzer durchgeführt: „Tragische Einzelfälle? Wie Medien über Gewalt gegen Frauen berichten“.

Für die Studie wurden rund 3.500 Artikel aus überregionalen und regionalen Zeitungen sowie Boulevardzeitungen betrachtet und mit realen Daten und Statistiken verglichen. Die Ergebnisse zeigen einen deutlichen Fokus auf Berichterstattungen zu Gewaltfällen, die mit der Tötung der Betroffenen enden. Darüber hinaus zeigt sich ein oftmals ausbleibender Verweis auf die Gewalttaten in intimen, partnerschaftlichen Beziehungen sowie die Kontextualisierung als strukturelles Problem.

Die Untersuchung sowie die Ergebnisse sind  hier zu finden.

Veröffentlichung „Geschlechtsspezifische Gewalt in Zeiten der Digitalisierung“

Der Bundesverband Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe (bff) betrachtet in der neuen Publikation die verschiedenen Formen und möglichen Interventionsstrategien bezüglich geschlechtsspezifischer Gewalt in Zeiten der Digitalisierung. Dabei werden sowohl die Phänomene HateSpeech, die eine Form der gruppenbezogenen Gewalt darstellt, als auch digitale geschlechtsbezogene Gewalt im sozialen Nahraum betrachtet.

Die Themen werden in der Öffentlichkeit vermehrt wahrgenommen und thematisiert. Dennoch gibt es in diesen Themengebieten bisher kaum fundierte Kenntnisse bzw. konkrete Handlungsstrategien. Die Publikation bietet damit die Möglichkeit, das Phänomen zu erschließen und Forschungsbedarfe herauszustellen. Dabei werden verschiedene technologische Entwicklungen betrachtet, die zur digitalen geschlechtsspezifischen Gewalt genutzt werden, sowie verschiedene Debatten und Praxiserfahrungen dargestellt.

Die Publikation findet sich hier.

„German Equal Pay Award“ für mehr Entgeltgleichheit zwischen Frauen und Männern

Unternehmen aller Größenklassen mit Sitz in Deutschland können sich bewerben: Der Wettbewerb ist Teil des neuen Unternehmensprogramms „Entgeltgleichheit fördern“ vom Bundesministerium für Familie, Frauen, Senioren und Jugend (BMFSFJ). Ausgezeichnet werden Unternehmen, die sich in besonderer Weise für Entgeltgleichheit zwischen Frauen und Männern in ihrem Betrieb engagieren.

Das Online Bewerbungsformular für die Teilnahme am Wettbewerb sowie alle weiteren Informationen zum Thema Entgeltgleichheit finden Sie hier

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