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ProstituiertenSCHUTZgesetz - Ziel verfehlt?!

Pressemitteilung

Der Landesarbeitsgemeinschaft der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten ist es mit finanzieller Unterstützung des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau, und Gleichstellung NRW gelungen, ein wichtiges gesellschaftliches Thema aufzugreifen und konnte zu einer landesweiten Fachtagung am 6. November 2019: "ProstituiertenSCHUTZgesetz – ZIEL VERFEHLT?!" nach Düsseldorf einladen. Die LAG-Sprecherinnen Yvonne Tertilte-Rübo und Elisabeth Wilfart, die durch den Fachtag moderierten, begrüßten über 100 Interessierte aus ganz Nordrhein-Westfalen. Referent*innen aus den Bereichen der Fach-Beratungsstellen, Ordnungsämter, Gesundheitsämter, Gleichstellungsstellen und der Polizei berichteten von ihren Erfahrungen im Umgang mit dem Gesetz, das 2017 in Kraft getreten ist. Von der Forderung, das Nordische Modell der Freierbestrafung und der Einführung des Sexkaufverbotes einzuführen, bis zur Begrüßung des freien Arbeitens als Sexarbeiterin und der Verbesserung der steuerlichen Behandlung von Prostituierten, reichte die Bandbreite der Vorträge. Diese Fülle von Informationen und Perspektiven wurden, auch teilweise kontrovers, engagiert diskutiert und machten deutlich, wie wichtig Vernetzung und Kommunikation unter den unterschiedlichsten Akteur*innen zu diesem Themenbereich ist.

„Prostitution findet überall statt und wir müssen diesem Feld, in dem überwiegend Frauen betroffen sind, besondere Aufmerksamkeit widmen, um Frauen wirksam zu schützen“, so die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Kleve, Yvonne Tertilte-Rübo. Wie wichtig Information zum Thema Prostituiertenschutzgesetz ist, demonstrierte auch die Teilnahme der frauenpolitischen Sprecherinnen der Landtagsfraktionen von CDU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen.

Fazit der Veranstaltung: Die  Ziele der Bundesregierung, die das Gesetz auf den Weg gebracht hat und die durch das Gesetz erreicht werden sollen, wie das Schaffen von verträglichen Arbeitsbedingungen, das Zurückdrängen von Gefahren und Risiken in der Prostitution und das Bekämpfen von Menschenhandel, Gewalt und Ausbeutung, sind leider noch längst nicht erreicht.  Elisabeth Wilfart, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Düsseldorf resümiert: "Wir danken dem Ministerium für die Unterstützung. Durch den Fachtag wurde deutlich, es gilt weiter daran zu arbeiten, Beratungs- und Unterstützungsangebote zu stärken und das Vernetzen

der einschlägigen Expert*innen und Akteur*innen zu optimieren." Die vielen positiven Stimmen der Teilnehmenden resümieren eine sehr gelungene Fachtagung, die nicht die letzte ihrer Art sein sollte. Eine Dokumentation wird 2020 auf der Webseite der LAG NRW zu finden sein.

ProstSchuGeTa Vortragende
von links: Yvonne Tertilte-Rübo (Sprecherin der LAG NRW), Petra Jochheim (SOLWODI Oberhausen), Simone Kleinert (TERRE DES FEMMES Dortmund), Laura-Maria Lintzen und Tamara Degenhardt (Kober Dortmund), Sabine Reeh (Tamar Soest), Anne Rossenbach (RAHAB Köln), Gerold Lübken (Ordnungsamt Düsseldorf), Elisabeth Wilfart (Sprecherin der LAG NRW), Peter Thülig (Gesundheitsamt Düsseldorf), Silvia Vorhauer (Mitternachtsmission Dortmund), Philipp Braun und Roman Sylejmani ("Flingern mobil" Düsseldorf), Heike Kötner (Madonna Bochum), Birgit Reiche (Tamar Soest).

ProstSchuGeTa Publikum

ProstSchuGeTa Kolleginnen
Kommunale Gleichstellungsbeauftragte aus den Kreisen und Städten NRWs und dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe

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