Geschlechtergerechte Sprache

Gendergerechte Sprache

Die rechtliche Grundlage für eine gendergerechte Sprache in den Kommunen bildet § 4 LGG NRW:

„Gesetze und andere Rechtsvorschriften tragen sprachlich der Gleichstellung von Frauen und Männern Rechnung. In der internen wie externen dienstlichen Kom­munikation ist die sprachliche Gleichbe­handlung von Frauen und Männern zu beachten.

In Vordrucken sind geschlechtsneutrale Personenbezeichnungen zu verwenden. Sofern diese nicht gefunden werden kön­nen, sind die weibliche und die männliche Sprachform zu verwenden.“ Die Verwendung der männlichen Form in Verbindung mit dem traditionellen „Mitgemeintsein“ von Frauen führt symbolisch wie faktisch zur Benachteiligung von Frauen. Umgekehrt entfaltet sprachliche Gleichbehandlung von Frauen tatsächliche Wirkung in Bezug auf die Gleichberechtigung. Sprache bildet also nicht nur gesell­schaftliche Strukturen ab, sondern prägt auch unsere Wahrnehmung und beeinflusst unser Denken.

Verändern sich Gesellschaften, verändert sich auch die Sprache. Sprache ist ein Instrument, das Bedürfnisse nach Mitteilung und Verständigung erfüllt, aber auch zur Machtausübung und zum Ausschluss benutzt werden kann. Die Sprache, die in den Kommunen angewendet wird, soll eine Sprache der Demokratie, der Gleichberechtigung und der Wertschätzung sein.

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