Aktuelles

Wahlprüfsteine zur Landtagswahl 2022

Fünf Parteien geben Auskunft über ihre Pläne für die Nordrhein-Westfälische Frauen- und Gleichstellungspolitik

Mit Blick auf die Landtagswahl am 15. Mai 2022 hat die Landesarbeitsgemeinschaft der kommunalen Gleichstellungsstellen (LAG NRW) die Landespartien CDU, Die Linke, FDP, Grüne und SPD zu frauen- und gleichstellungspolitischen Themen befragt. Die eingereichten Antworten sind hier nachzulesen.

Die Wahlprüfsteine umfassen dabei insgesamt acht Fragen zu unterschiedlichen Themenfeldern. Gerne hätte die LAG NRW eine größere Anzahl an Fragen gestellt, die demokratischen Parteien haben sich jedoch im Januar 2022 darauf verständigt, dass pro Landesverband lediglich acht Fragen zugelassen sind.

Diese Begrenzung wird von Seiten der LAG NRW kritisch gesehen, da die wenigen zugelassenen Fragen aus ihrer Sicht nicht ausreichend, um die Bürger*innen angemessen über die Einstellungen sowie geplanten Vorhaben der NRW-Parteien zum großen Spektrum wichtiger frauenpolitischer Themen zu informieren. Das Kritikschreiben an die Parteien ist hier nachzulesen.

Aus den ursprünglich 24 formulierten Wahlprüfsteinen, die bereits Anfang Dezember an die Parteien versendet wurden, wurden entsprechend der Vorgabe acht ausgewählt, die gleichstellungspolitisch für das Land von großer Relevanz sind. Sie umfassen die Themen Frau und Wirtschaft, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Finanzen, Wohnen, Gewalt gegen Frauen, Gesundheit und Repräsentation von Frauen.

Hinweis: Gemeinsam mit weiteren frauenpolitischen Initiativen in NRW wird im Frühjahr 2023 - rund ein Jahr nach der Wahl - eine Podiumsdiskussion mit Vertreter*innen der Parteien mit dem Titel: „Ein Jahr in der neuen Legislaturperiode – wie geht es gleichstellungspolitisch weiter?“ geplant. Hier soll u.a. auf die Antworten zu den Wahlprüfsteinen  eingegangen werden. Mehr Informationen dazu werden frühzeitig auf unserer Internetseite bekannt gegeben.

FHK-Fachinformation: Frauenhäuser mit offenen Konzepten

Die geheime Adresse gehört seit Jahrzehnten zu den zentralen und scheinbar selbstverständlichen Schutzmaßnahmen hunderter Frauenhäuser bundesweit. Doch eine zunehmende Zahl an Einrichtungen setzt sich damit auseinander, wie nachhaltig eine geheime Adresse an ihrem Standort und in Zeiten digitaler Ortung realisierbar ist - und sucht nach Alternativen. Wie Sicherheit durch sogenannte offene Konzepte mit bekannter Adresse gewährleistet werden kann, wo Potenziale und wo Grenzen solcher Ansätze liegen und wie die Praxis Umstellungsprozesse erlebt, beleuchtet diese FHK-Fachinformation.

Podiumsdiskussion mit Spitzenpolitiker*innen der NRW Landtagswahl

Am 18. März fand im Kunstmesum Bonn eine Podiumsdiskussion mit Spitzenpolitiker*innen der NRW Landtagswahl, organisiert durch das Fachforum Nachhaltigkeit NRW, statt. Die LAG hatte als Kooperationspartnerin die Möglichkeit, zwei Fragen einzureichen.

Die Antworten der Politiker*innen zu den Themenbereichen "Auswirkungen von Naturkatastrophen - Einbindung der Genderperspektive in Strategieplanung" und  "Energie, Klimaschutz und Verkehrswende - welche Auswirkungen haben steigende Energiepreise auf Frauen" finden Sie hier (weiterleitung zu Youtube) ab ca.1:30 Stunden, Kapitel 14. Einen ausführlichen Bericht der Veranstaltung finden Sie hier.

Foto: RENN.west / Martin Magunia

Antifeminismus begegnen – Demokratie stärken

Antifeminismus ist eine zentrale Denkweise und Ideologie im Rechtspopulismus, der Neuen Rechten, im Rechtsextremismus und anderen demokratiefeindlichen Phänomenen. Er verbreitete sich daher in den letzten Jahren ebenso, wie autoritäre, vielfaltsfeindliche und extrem rechte Bewegungen und menschenfeindliche Ideologien. Deshalb hat das Gundula Werner-Institut der Heinrich Böll Stiftung ein neues Projekt ins Leben gerufen. Das neue Begleitprojekt „Antifeminismus begegnen - Demokratie stärken“ sensibilisiert staatliche und zivilgesellschaftliche Akteur*innen, Multiplikator*innen sowie (jungen) Erwachsenen für die demokratiegefährdenden Auswirkungen von antifeministischen Denkweisen, Ideologien und Verhaltensweisen. Das Projekt befindet sich noch im Aufbau, mehr Informationen sowie die Möglichkeit, sich für einen Newsletter einzutragen, finden Sie hier.

„need-help.nrw“ – Förderaufruf

Das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Nordrhein-Westfalen hat aufgrund der Lage in der Ukraine und den vielen geflüchteten Frauen die Öffentlichkeitskampagne "need-help" gestartet. Auf den Informationsscreens vieler großer Bahnhöfe in NRW sind wird über "need-help" informiert und beim Abscannen des QR-Codes auf das Opferschutzportal des Landes NRW (in ukrainischer und bald auch russischer Sprache) umgeleitet. Zusätzlich startet das MHKBG einen Förderaufruf um konfliktbezogener, sexualisierter und geschlechtspezifischer Gewalt im Fluchtkontext vorzubeugen und Opfer dieser Gewalt zu untersützen. Anträge können ab sofort gestellt werden.

Hier finden Sie weitere Informationen sowie den Fördermittelantrag.

App WhoCares“ zeichnet Sorgearbeit auf

Die App „WhoCares“ ermöglicht es, Sorge- und Pflegearbeit zeitlich zu erfassen und in Gehalt umzurechnen. Übersichtliche Statistiken geben einen Überblick, für welche Aufgaben wieviel Zeit aufgewendet wird. Ergebnisse können mit anderen Personen im Haushalt verglichen werden. Die App bietet zudem viele Informationen zum Thema Care-Arbeit, u.a. zu Möglichkeiten, wie sich diese Arbeit in Zukunft besser organisieren lässt. Mehr Informationen gibt es hier.

Care-Arbeit ist MEHR W€RT - Equal Pay Day-Fachtagung

Am 11. März 2022 fand die Veranstaltung "Care-Arbeit ist MEHR W€RT" im Düsseldorfer Haus der Universität statt. Aufgrund der Corona-Situation war eine Teilnahme für Gäste vor Ort nicht möglich, die Veranstaltung wurde daher live auf dem Youtubekanal der LAG übertragen und kann unter diesem Link dort angesehen werden.

Die Veranstaltung entstand in Kooperation der LAG kommunaler Gleichstellungsstellen/Frauenbüros NRW mit Verdi NRW, dem FrauenRat NRW, dem kfd Diözesanverband Köln, BPW Düsseldorf und der Initiative Equal Care Day und mit der Unterstützung der Städte Düsseldorf, Dortmund, Goch, Gelsenkirchen, Mönchengladbach und Oberhausen.

Im Rahmen einer Aktion, bei der alle Kooperationspartnerinnen 60 Sekunden Zeit für ein Statement hatten, gingen sie auf kreative Weisen auf die Ungleichheiten im Erwerbsleben von Frauen und Männen ein. In einem Vortrag mit dem Titel "Care-Arbeit ist MEHR W€RT" referierte die Professorin i.R. Uta Meier-Gräwe über die Ursachen und Folgen des Gender Pay Gaps und ging dabei besonders auf Care-Arbeit ein. Am Ende bleibt die Frage: "Wie kann die generative Care Arbeit als elementare Voraussetzung für ein wirtschaftlich und gesellschaftlich intaktes Gemeinwesen strukturell gewährleistet und geschlechtergerecht organisiert werden?" Zwischenzeitlich wurden kurze Filme gezeigt, in denen in Care-Berufen beschäftigte Menschen von ihren Erfahrungen berichteten und Forderungen an die Politik stellten. Bei der anschließenden Podiumsdiskussion ging es um Handlungsmöglichkeiten seitens der Parteien.

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Der Beitrag der LAG zur 60 Sekunden-Aktion. Unter dem Titel "Wir sind ohne Worte" zeigten Gleichstellungsbeauftragte und Mitarbeiterinnen von Gleichstellungsstellen in NRW Zahlen zur Ungleichheit von Männern und Frauen im Berufsleben.
Copyright: Udo Milbret

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v.l.n.r.: Moderatorin Ute Lange, Josefine Paul (MdL, Grüne), Prof i.R. Uta Meier-Gräwe, Angela Freimuth (MdL, FDP) und Anja Butschkau (MdL, SPD) während der Podiumsdiskussion
Copyright: Udo Milbret

Gleichstellung hinter den Kulissen - Ein Interview-Podcast mit Gleichstellungsbeauftragten

Hey! Mein Name ist Luisa Mess und ich mache aktuell ein Praktikum bei der Landes-arbeitsgemeinschaft kommunaler Gleichstellungsbüros in NRW. In Nordrhein-Westfalen haben wir rund 375 Gleichstellungsbeauftragte und die schließen sich seit 1988 in einer Landesarbeitsgemeinschaft zusammen, um sich zu vernetzen. Das Ziel ist klar: Für mehr Geschlechtergerechtigkeit sorgen. Dass wir dort noch lange nicht angekommen sind, zeigen die Zahlen. Laut dem letzten Landesgleichstellungsbericht, dem so genannten Atlas für Gleichstellung, waren im Jahr 2020 85,8 Prozent der kommunalen Bürgermeisterinnen und Bürgermeister in NRW männlich, nur 14,2 Prozent weiblich. Wie alt eingerostet ist die Kommunalpolitik in NRW? Und wie schlagen sich die Gleichstellungsbeauftragten da durch? Für diesen Podcast möchte ich Interviews führen mit Gleichstellungsbeauftragten und mich fragen: Wer sind diese Frauen? Wie sieht ihr Arbeitsalltag aus? Mit welchen Akteur*innen arbeiten sie zusammen? Und vor allem, fühlen sie sich ernst genommen? Es geht mir bei dem ganzen um Empowerment, also darum, die Gleichstellungsbeauftragten zu ermutigen und zu stärken, denn als junge Feministin weiß ich, dass es ist nicht immer leichtist , gegen die Ungerechtigkeiten anzudiskutieren. Mit diesem Podcast möchte ich einen Einblick geben in das Thema Gleichstellung und den Austausch zwischen den Gleichstellungsbeauftragten fördern. Ich freue mich auf spannende Gespräche und kann damit hoffentlich einen Beitrag leisten in Richtung Gleichberechtigung. 

Episode I mit Daniela Franken, Gleichstellungsbeauftragte aus Lippstadt

Episode II mit Kada Malaj, Gleichstellungsbeauftragte aus Telgte, Kreis Warendorf

Episode III mit Friederike Küsters aus Goch & Nicola Roth aus Weeze

Episode IV mit Patricia da Cruz Santos aus Iserlohn

Musikquelle: Podcast theme music by Transistor.fm . Learn how to start a podcast here. 

Kommentare, Anmerkungen, Fragen oder Feedback an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Zeitpunkt der Veröffentlichung: März 2022

Wir suchen Mentorinnen!

Im April startet das Mentoringprogramm der LAG „Von Frau zu Frau“. Wir suchen erfahrene Gleichstellungsbeauftragte, die sich vorstellen können, eine neue Kollegin auf ihrem Weg zu begleiten. Bei Interesse und für mehr Informationen melde dich bei Julia Eckert in der Geschäftsstelle unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder 0211 59814-383.

Neues Informationsportal zu Gleichstellung am Arbeitsmarkt

In dem neuen Informationsportal "perspektiven-schaffen.de" vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) werden themenrelevante Informationen zu Gleichstellung am Arbeitsmarkt aufgearbeitet.

Das Protal ist ein Teil des Aktionsprogramms "Gleichstellung am Arbeitsmarkt. Perspektiven schaffen." (GAPS). Auf der Seite werden hilfreiche Informationen zum beruflichen Wiedereinstieg, allgemeine Informationen zu verschiedenen Arbeitsmodellen und beruflichen Perspektiven sowie alltagspraktische Hinweise zur partnerschaftlichen Aufteilung und Vereinbarkeit von Sorge- und Care-Arbeit. Darüber hinaus werden gezielte Beratungsmöglichkeiten nach geografischer Lage aufgezeigt und mittels eines Wiedereinstiegsrechners eine voraussichtliche finanzielle Berechnung der Arbeitslöhne ermöglicht.

Das Portal kann unter dem Link www.perspektiven-schaffen.de aufgerfufen werden. 

 

Care-Arbeit ist MEHR W€RT - EqualPay Day-Fachtagung NRW in der Landeshauptstadt Düsseldorf

Der Begriff Care-Arbeit – im Deutschen auch Sorgearbeit genannt – beschreibt zum einen Tätigkeiten in Erziehungs-, Kranken- und Altenpflegeberufen und zum anderen unbezahlte private Sorgearbeit wie Kinderbetreuung, Pflege von Angehörigen und Haushaltsführung.

Vom Gender Care Gap sprechen wir, weil Care-Arbeit in Deutschland zu einem Großteil von Frauen geleistet wird. Sie sind sowohl in Pflegeberufen überproportional vertreten als auch oftmals hauptverantwortlich für private Sorgearbeit. Diese Ungleichverteilung nimmt direkt Einfluss auf den Gender Pay Gap, der in Deutschland aktuell bei 18 % liegt.

Die Corona-Krise zeigt: Care-Arbeit ist systemrelevant! Es ist an der Zeit, dass wir sie entsprechend bew€rten! Menschen, die Care-Arbeit leisten, sind MEHR W€RT als ein abendlicher Applaus.

Es bedarf einer gesamtgesellschaftlichen Strategie und politischer Entscheidungen, um beruflicher wie privater Care-Arbeit mehr W€rtschätzung entgegenzubringen! Dies ist ein zentraler Ankerpunkt zur Reduzierung des Gender Pay Gaps!

Gemeinsam mit Spitzenpolitiker*innen der NRW-Fraktionen sowie mit Prof. i.R. Dr. Uta Meier-Gräwe wird im Rahmen einer Podiumsdiskussion über notwendige gleichstellungspolitische Handlungsbedarfe gesprochen, um zu mehr Lohngerechtigkeit in Nordrhein-Westfalen zu kommen.

Aufgrund der Corona-Situation ist eine Teilnahme für Gäste in Präsenz nicht möglich.

Die Veranstaltung kann über den Youtube-Kanal der LAG angesehen werden. Hierfür ist keine Anmeldung erforderlich.

Den Flyer für die Veranstaltung findet ihr hier.

 

 

Rechtliche Expertise zu geschlechtergerechter Amtssprache

Die Rechtswissenschaftlerin Prof. Dr. Ulrike Lembke hat eine rechtliche Expertise zur geschlechtergerechten Amtssprache in Verwaltungen veröffentlicht. Dabei wird der Frage nachgegangen, inwiefern sich die Verwendung geschlechtergerechter Sprache auf die Rechtswirksamkeit und die Verbindlichkeit von Handlungen in Verwaltungen auswirkt. 

Die Ergebnisse der Expertise zeigen eine verfassungsrechtliche Verpflichtung des Staates zur geschlechtergerechten Sprache. Darüber hinaus sind keine negativen Auswirkungen, sondern positive Beiträge zur Verständlichkeit und Barrierefrieheit feststellbar:

"Geschlechtergerechte Sprache bedeutet nicht die wahllose Einfügung von Gendersternen in das Vorhandene, sondern einen grundlegenden Wandel staatlichen Sprachhandelns hin zu Verständlichkeit, Zugänglichkeit, Barrierefreiheit und Inklusion."

Die Expertise liegt als Zusammenfassung vor. Die gesamte Veröffentlichung kann hier nachgelesen werden.

 

Pageflow-Seite zu Antifeminismus

Die Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus hat im Rahmen des Projektes "Antifeminismus und Geschlechterverhältnisse in der (extremen) Rechten" eine Pageflow-Seite veröffentlicht, die das Thema anhand einer multimedialen Geschichtserzählung darstellt: "What the hell is Antifeminismus - Wie aus einem ruhigen Abend mehr wird"

Die Seite transportiert inhaltliches Wissen zu Antifeminismus und trägt somit zur Sensibilisierung der Öffentlichkeit bei und ermöglicht eine geschärfte Wahrnehmung der Problematik. Die Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus agiert in den fünf Regierungsbezirken in Nordrhein-Westfalen und führt neben der direkten Beratungsarbeit, Dokumentationen und inhaltliche Ausarbeitungen durch. 

Die Kontaktdaten der Beratungsteams sowie weitere Informationen zu den Projekten sind hier zu finden. 

 

 

Video zur Umsetzung der Istanbul Konvention

Der Landesverband Frauenberatung Schleswig-Holstein e.V. hat ein Video zur Umsetzung der Istanbul-Konvention veröffentlicht. Darin werden konkrete Maßnahmen aus der Konvention herausgearbeitet. Das Video soll dazu dienen, die umfangreiche Konvention für die Kommunen handhabbarer zu machen und mittels konkreter Handlungsmöglichkeiten die Umsetzung darzustellen.

Das Video bietet neben allgemeinen Informationen zu der Konvention, thematische Schwerpunkte entlag der Kernpunkte: Hilfe und Schutz, Bewusstseinsbildung, Allgemeine Hilfsdienste, Kommune als Arbeitgeberin, Gewaltschutz als Förderbedingung. Weitere Informationen finden sich darüber hinaus auf der Webseite der Kampagne des Landesverbandes

Das Video kann hier angesehen werden. 

 

Neue Themenblätter Dritter Gleichstellungsbericht

Die Geschäftsstelle Dritter Gleichstellungsbericht hat neue Themenblätter veröffentlicht, die sich mit verschiedenen Schwerpunktthemen aus dem Gutachten der Sachverständigenkommission beschäftigen. Die Themenblätter sollen die ausgewählten Schwerpunkte in Zusammenhang mit Gleichstellung und Digitalisierung bringen sowie allgemeine Informationen vermitteln.

Die aktuellsten Themenblätter beschäftigen sich mit der Plattformökonomie (Nr. 11), Digitaler Gewalt (Nr. 12) und Daten und Grundrechten (Nr. 13). Sie geben einen kurze Einführung in die Thematik, zeigen aktuelle Problematiken auf und geben weiterführende Literaturhinweise. 

Alle Themenblätter stehen hier zum Nachlesen zur Verfügung. 

 

Zeitverwendungserhebung 2022

Die vom Statistischen Bundesamt durchgeführte Zeitverwendungserhebung ist seit dem 01.07.2021 gesetzlich verankert (ZVEG). Ziel der repräsentativen Befragung von bis zu 15.000 Haushalten ist die Erfassung, wieviel Zeit für welche Aktivitäten im Tagesablauf aufgebracht wird. Daraus sollen wissenschaftliche Erkenntnisse zu Alltagsaktivitäten, Arbeitsbelastung und der Aufteilung unbezahlter Arbeit ermöglicht werden. Diese wiederum sollen die Grundlage für gesellschaftspolitische Maßnahmen bilden und Informationen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie der Gleichstellung im Erwerbsleben liefern. 

Für den Erhebungszeitraum 2022 können sich interessierte Personen aktuell noch hier anmelden. 

Weitere Informationen zu der Zeitverwendungserhebung sowie zum Ablauf des aktuellen Erhebungsverfahrens finden sich hier

Analyse zu Anti-Gender-Bewegung in Europa

Im Rahmen eines Newsletters hat die Beobachtungsstelle für gesellschaftspolitische Entwicklungen in Europa eine aktuelle Analyse der Anti-Gender-Bewegung in Europa veröffentlicht: "No to Gender - Yes to what exactly? Einblicke in die europäische Anti-Gender-Bewegung". Darin werden neben den thematischen Grundlagen zu den Akteuren und geführten Diskursen, Einblicke in Finanzierungsstrukturen, Gegenstrategien zu transfeindlichen Angriffen und zu geschlechtsspezifischem Hass im Internet gegeben.

Die Beobachtungsstelle analysiert gesellschaftspolitische Entwicklungen mit dem Fokus auf Europa und stellt mögliche Auswirkungen für Deutschland heraus. Das Ziel liegt dabei in der Informierung sowie Vernetzung europaweiter Akteure.

Die Veröffentlichung bietet einen guten Überblick über die Entstehung der Bewegung sowie deren Argumentationslinien. Darüber hinaus werden differenzierte Informationen zu einzelnen europäischen Ländern herausgestellt, um die länderspezifischen Entwicklungen darzustellen. Die Berichte zu Angriffen und Hetze im Netz bieten persönliche Einblicke und zeigen potenzielle Handlungs- und Gegenstrategien auf. 

Der Newsletter steht hier zum Nachlesen zur Verfügung. 

Studie zu "Parteikulturen und die politische Teilhabe von Frauen"

Unter dem Titel "Parteikulturen und die politische Teilhabe von Frauen" wurde von der EAF (Europäische Akademie für Frauen in Politik und Wirtschaft Berlin) eine empirische Studie mit Vertreter*inne aus Bund, Ländern und Kommunen durchgeführt. 

Insgesamt wurden über 800 Amts- oder Mandatsträger*innen der im Bundestag vertretenen Parteien befragt und 34 qualitative Interviews mit Politiker*innen geführt. Die Fragestellungen der Studie bezogen sich auf das Erleben von Chancengerechtigkeit innerhalb der eigenen Partei, eigenen Ideen oder Verbesserungsvorschlägen zur Förderung von Geschlechtergerechtigkeit sowie potenziellen eigenen Erfahrungen von Sexismus im politischen Alltag. Für den deutschsprachigen Raum wurde im Rahmen der Studie erstmals sexuelle Belästigung von Politikerinnen empirisch erfasst. Neben einem kritischen Blick auf die aktuelle Situation zielte die Studie auf das Herausarbeiten konkreter Gegenmaßnahmen. 

Die Studienergebnisse ermöglichen einen differenzierten Blick hinsichtlich der politischen Parteien, der politischen Ebene (Bund-Land-Kommune) sowie der Wahrnehmungen zwischen Männern und Frauen. 

Die gesamte Studie steht hier zum Nachlesen zur Verfügung. 

Studie zu Diversity in deutschen Fernsehnachrichten

Eine Studie der neuen deutschen Medienmacher*innen analysierte im Zeitraum vom 01. August bis 30. September die Abendnachrichten von ARD, ZDF und RTL. Dabei lag der Fokus auf der Frage, ob die Vielfalt der Gesellschaft auch in den täglichen Medien abgebildet und repräsentiert wird. Der gewählte Zeitraum im Bundestags-Wahlkampf begründete sich in der zentralen Diskussionsphase politischer Themen, für die eine vielfältige Betrachtungsweise zentral ist.

Die Ergebnisse zeigen eine deutliche Unterrepräsentation von migrantisch wahrgenommenen Personen (10%). Auch Frauen sind mit 35% deutlich unterrepräsentiert, nicht-binärgeschlechtliche Menschen sind nicht erkennbar. Menschen mit Behinderung (0,7%) sowie religiöse Menschen (<0,5%) konnten in den analysierten Sendungen kaum wahrgenommen werden. Die Ergebnisse variieren nach Sender und Rolle der Personen (Moderator*in, Expert*in, Reporter*in, etc.). Innerhalb des Berichts wird die große Bedeutung der Sichtbarkeit von gesellschaftlicher Diversität abschließend betont. 

Der gesamte Studienbericht inklusive aller Ergebnisse und des Forschungsdesigns etc., ist hier zu finden.  

 

Bundesweite Frauenhaus-Suche

Die Zentrale Informationsstelle Autonomer Frauenhäuser (ZIF) hat eine Webseite mit einer bundesweite Übersicht zur Suche von Frauenhausplätzen und Schutzwohnungen veröffentlicht. Dadurch ist es erstmals möglich, innerhalb von ganz Deutschland nach Anlaufstellen zu suchen und die Kontaktmöglichkeiten direkt einzusehen. 

Die Kapazitäten werden tagesaktuell angezeigt und bieten damit einen niedrigschwelligen, direkten Zugang für von Gewalt betroffenen Frauen oder Dritten, die betroffene Personen bei der Suche unterstützen. Die Suchmaske ermöglicht darüber hinaus einige Filterfunktionen nach Bundesländern, Orten, vertretenen Sprachen der Mitarbeitenden, Barrierefreiheit und der Aufnahmekapazität hinsichtlich der Anzahl der Kinder. Dadurch ist eine individuelle und den Bedarfen entsprechende Suche möglich. 

Die Webseite bietet darüber hinaus allgemeine Informationen zu Frauenhäusern und Schutzwohnungen sowie praktische Hinweise zum Ablauf bei der Aufnahme in einem Frauenhaus und detaillierten Informationen zur Barrierefreiheit. Aktuell ist die Webseite in deutscher, englischer und leichter Sprache verfügbar: www.frauenhaus-suche.de 

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